Montag, 28. April 2008

Wer jung raucht stirbt früh! 20 Jahre futsch!


Kaputte Lunge schon mit Mitte 30

Jugendliche Raucher riskieren 20 Lebensjahre!
25.04.08 - Die Faustregel, wonach Raucher durchschnittlich 10 Jahre früher sterben, gilt nur für diejenigen, die als Erwachsene zu rauchen beginnen. Für jugendliche Einsteiger sind die Aussichten noch erheblich trüber.
Je früher der Einstieg, desto stärker die Sucht.
"Bislang galt, dass Raucher im Durchschnitt eine um 10 Jahre geringere Lebenserwartung haben - aber wie wir jetzt wissen, gilt das nur für diejenigen Raucher, die erst im Erwachsenenalter mit dem Zigarettenkonsum begonnen haben", erklärt Prof. Stefan Andreas, Chefarzt an der Lungenfachklinik Immenhausen. Wer bereits im Alter von 14 oder 15 Jahren mit dem Rauchen anfängt, verkürzt seine Lebenserwartung möglicherweise um mehr als 20 Jahre.
Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, umso stärker nikotinabhängig werden die Betroffenen. "Das ist auf die größere Neuroplastizität bei Heranwachsenden zurückzuführen, deren Gehirne sich ja noch in der Entwicklung befinden", erläutert Prof. Georg Winterer, Leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Düsseldorf. "Bei manchen fräst sich die Sucht quasi so tief in das Gehirn, dass sie diese ihr Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommen."

Stresstoleranz sinkt, Risiko für Depressionen steigt

Ein starker Willen allein reiche dann oft nicht mehr aus, um die Hürde des Aufhörens zu meistern. Miittlerweile - so Winterer - ist auch bekannt, dass Nikotin das Gehirn nachweislich verändert und schädigt. So versuchen viele Raucher Stress, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Depressionen durch den Konsum von Nikotin zu lindern. Die erzielten Effekte durch das Nikotin sind allerdings nur ganz kurzfristig wirksam.
In Wahrheit und langfristig gesehen werden Stresstoleranz und kognitive Leistungsfähigkeit immer schlechter und das Risiko für Depressionen immer größer.
Aufhören, bevor sich eine Raucherlunge entwickelt
Je früher mit dem Rauchen begonnen wird und je mehr Zigaretten geraucht werden, umso eher im Leben entwickelt sich - anfangs unbemerkt - eine COPD."Ab einem bestimmten Punkt sind die Entzündungsprozesse in der Lunge nicht mehr umkehrbar", warnt Welte.
Früher, als die meisten Raucherkarriere erst mit 20 oder später begannen, wurde dieser Zeitpunkt im fünften Lebensjahrzehnt erreicht. Wer als Jugendlicher anfängt, kann eine COPD mit zunehmender Atemnot und progredientem Funktionsverlust zehn Jahre früher bekommen.
Deshalb wäre es laut Welte am besten, so bald wie möglich mit dem Rauchen aufzuhören. Spätestens mit 30 bis 35 Jahren.


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Donnerstag, 6. März 2008

Weniger Herzinfarkte nach Rauchverbot

Weniger Herzinfarkte nach Rauchverbot
PARIS (mut). Nach dem Rauchverbot in Restaurants und Hotels in Frankreich ging die Zahl der Herzinfarkte dort innerhalb eines Jahres um 15 Prozent zurück. Ähnliche Zahlen wurden vor kurzem auch aus Italien berichtet.
Seit Januar 2007 ist das Rauchen in Frankreich in Restaurants, Hotels und Kasinos verboten. Wie die Europäische Kardiologengesellschaft (ESC) berichtet, wurden nach Einführung des Verbots landesweit 15 Prozent weniger Patienten wegen Herzinfarkten in Kliniken aufgenommen.
Diese Daten liefern damit einen weiteren deutlichen Hinweis, dass Rauchverbote in öffentlich zugänglichen Einrichtungen Leben retten, berichtet die ESC. "Auch wenn kardiovaskuläre Erkrankungen viele Ursachen haben, so hat das Rauchverbot sehr wahrscheinlich zu einer Reduktion kardialer Ereignisse geführt", sagte Professor Roberto Ferrari, Präsident der ESC.
Mitte Februar war bekannt geworden, dass die Zahl der Herzinfarkte in Italien nach Einführung eines ähnlichen Rauchverbots um 11,2 Prozent gesunken ist.
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Dienstag, 4. März 2008

Nikotinjunkie ohne Hirn?


Nikotinabhängige Raucher weisen im Gehirn ähnliche Defizite auf wie andere Suchtkranke.


Das haben Mainzer, Aachener und Dresdner Wissenschaftler herausgefunden.


Bei Rauchern ist wie bei Alkohol-, Kokain- oder Heroinabhängigen die natürliche Wirkung des als Glückshormon bezeichneten Dopamin geringer.


Das Dopamin-System im Gehirn ist entscheidend daran beteiligt, Neues interessant zu finden und eine Belohnung bei bestimmten Auslösern vorwegzunehmen.Das bedeutet, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern lieber eine direkt verfügbare Belohnung wählen, auch wenn sie kleiner ausfällt als eine spätere Alternative.


Das haben auch Forscher vom Baylor-College für Medizin im texanischen Houston mit einem spielerischen Experiment festgestellt: 31 chronische Raucher spielten zwei Tage lang auf einem virtuellen Börsenmarkt auf Grundlage historischer Aktienkurse. Die dabei ablaufende Hirnaktivität verglichen die Wissenschaftler mit einer Stichprobe von Nichtrauchern einer früheren Untersuchung. Es zeigte sich, dass bei den Rauchern Lerneffekte ignoriert wurden. Im Gegensatz zu den Nichtrauchern hing ihre Entscheidung für den nächsten Spielzug nicht von den Ergebnissen bisheriger Züge ab. Zudem verstanden sie ihren Gewinn aus erfolgreichen Spielzügen nicht im klassischen Sinn als Belohnung.



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Dienstag, 29. Januar 2008



Nikotin zerstört Pankreas



Frage: Begünstigt Nikotinabusus eine Pankreatitis bzw. ein Pankreaskarzinom?



Antwort von Dr. Andrea Riphaus, Privatdozent Dr. Till Wehrmann, Medizinische Klinik I, Klinikum Hannover-Siloah:Neben den schon bekannten Faktoren wie fortgeschrittenes Lebensalter, Geschlecht, Religion und Alkoholabusus konnte in den letzten Jahren auch Nikotinabusus als ein Risikofaktor für das Entstehen bzw. die Aggravation von Pankreaserkrankungen identifiziert werden. So lässt sich bei Rauchern ein 2,5fach gesteigertes Risiko für das Auftreten eines Pankreaskarzinoms nachweisen, insbesondere Frauen scheinen hier stark gefährdet.
In einer Fall-Kontrollstudie an 754 Probanden hatten Raucher ein um 70 % erhöhtes Risiko für ein Pankreaskarzinom verglichen mit Nichtrauchern. In der Studie konnte zudem gezeigt werden, dass nach Beendigung des Nikotinkonsums die Inzidenz des Pankreaskarzinoms abnahm. Eine weitere Fall-Kontrollstudie aus Japan belegt, dass Nikotinkonsum überzufällig häufig mit einer chronischen Pankreatitis assoziiert ist, und zwar unabhängig vom Alkoholkonsum. Die derzeitige Datenlage lässt daher den Schluss zu, dass Nikotin ein unabhängiger, relevanter Risikofaktor für die chronische Pankreatitis darstellt. Letztere wiederum erhöhte in mehreren Studien das Risiko für die Ausbildung eines Pankreaskarzinoms - und zwar bis zu 16fach. Bisher ist nicht vollständig geklärt, welche Pathomechanismen dafür verantwortlich sind. Denn Nikotin wirkt in seiner ursprünglichen Zusammensetzung per se nicht karzinogen. Vermutlich wird es jedoch nach seiner Ingestion biotransformiert und ist dann in der Lage, Proteine und DNA zu modifizieren (Kokarzinogen).
Im Rattenmodell akkumulierte Nikotin in größerem Ausmaß im Pankreas und in anderen Regionen des Gastrointestinaltraktes, und die im Tabakrauch vorhandenen Nitrosoderviate zeigten im Tierversuch ein karzinogenes Potenzial an der Bauchspeicheldrüse. Bei Mäusen führte Nikotin zu ähnlichen morphologischen Veränderungen wie Caerulein: es bildeten sich ein interstitielles Ödem, zytoplasmatische Vakuolisation, pyknotische Zellkerne und eine Karyorrhexis. Solche Veränderungen finden sich auch bei der chronischen Pankreatitis. Das legt nahe, dass Nikotin durch oxydativen Stress die Azinuszellen verändert und so eine Pankreatitis auslöst bzw. zu unterhalten vermag. Zusammenfassend belegen die vorliegenden Daten eine Assoziation zwischen Rauchen und chronischer Pankreatitis bzw. Pankreaskarzinom, ohne dass die hierfür verantwortlichen Mechanismen, bisher im Detail aufgeklärt sind.



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Rauchen macht dumm oder rauchen nur Dumme?



Wenn die grauen Zellen sich in Rauch auflösen



Raucherinnen und Raucher weisen gegenüber nichtrauchenden Personen ein vermindertes Volumen des Gehirns auf.





Das hat ein Forschungsteam der Psychiatrischen Klinik der Charité und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin festgestellt. Besonders die graue Substanz des Gehirns ist betroffen. In ihr sind die meisten Nervenzellen und viele Hirnfunktionen lokalisiert.



Dass Rauchen nicht gesund ist, dürfte inzwischen eine weit verbreitete Erkenntnis sein. So ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei Raucherinnen und Raucher um das Vierfache erhöht. 80 bis 90 Prozent der Lungenkrebserkrankungen lassen sich auf das Rauchen zurückführen. Doch neben den bekannten schädlichen Effekten auf Lunge, Herz und Gefäße verdichten sich in den letzten Jahren die Hinweise darauf, das Rauchen auch das Gehirn schädigt, mit Auswirkungen auf die Intelligenz.



In der aktuellen Berliner Studie wurde die Gehirnstruktur von 22 Raucherinnen und Rauchern mit denen von 23 nichtrauchenden Personen verglichen. Mit Hilfe der Kernspintomographie, die auch kleine Nervenstrukturen sichtbar machen kann, wurden die Gehirne dreidimensional vermessen und in weiteren computergestützten Schritten hinsichtlich ihrer Größe miteinander verglichen.



Das Ergebnis lautet: Je mehr Zigaretten im Leben konsumiert wurden, desto geringer ist das Volumen der grauen Substanz. Betroffen sind insbesondere Gehirnregionen, die für Aufmerksamkeit und Erinnerungsvermögen eine Rolle spielen. Das könnte erklären, warum Raucherinnen und Raucher eine verminderte Leistungsfähigkeit in diesen Gedächtnisfunktionen aufweisen.



„Es kann aber derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass diese substanzielle Verminderung der grauen Masse, die bei Rauchern gefunden wurde, schon vorher vorhanden war", sagt der Studienleiter Jürgen Gallinat in einem Interview mit pressetext.de. Vorstellbar sei, dass diese Personen möglicherweise eine besondere Neigung für das Rauchen haben. Der Wissenschaftler betont allerdings, dass die schädlichen Wirkungen von Nikotin auf die Hirnstruktur bereits in Tierversuchen belegt wurden.



An der Universitätsklinik Charité wird nun untersucht, ob sich die Hirnstruktur von Raucherinnen und Raucherin durch den Ausstieg aus dem Rauchen wieder normalisieren kann. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen der Anzahl gerauchter Zigaretten und dem Ausmaß der Verkleinerung des Gehirns, weist Gallinat in einem Interview mit dem Deutschlandradio allerdings daraufhin, dass man durch den Rauchausstieg „zumindest den Effekt [hat], dass eine weitere Verschlechterung nicht eintritt, und das, denke ich, ist schon einmal ein sehr triftiger Grund, das Rauchen auch aus diesen Gründen aufzugeben."



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Zigarettenrauch zerstört Gen



Zigarettenrauch zerstört Gen.



NEU-ISENBURG (ikr). Rauchen fördert die Alterung. Eine der Ursachen: Toxine im Zigarettenrauch zerstören ein Gen namens Sirtiuin (SIRT1). Das haben US-Forscher von der Uni von Rochester herausgefunden. Dieses Gen schützt den Organismus vor vorzeitigem Altern.
Ein Verlust des Gens SIRTI beschleunigt nach Angaben der Forscher aber nicht nur den Alterungsprozess, sondern fördert auch die Entstehung von Lungenkrankheiten wie COPD und Lungenkrebs, wie die Universität mitteilt.





http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/bronchial-karzinom/?sid=480199





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